Am 12. und 13. September 2026 fand zum vierten Mal der Modellsporttag des RCB e.V. statt – dieses Jahr erstmals am Mossandl-Beach in Mamming. Die neue Location bietet mit knapp 30.000 m² Fläche, Offroad-Gelände und direktem Zugang zum Wasser eigentlich ideale Voraussetzungen für ein Event, das möglichst viele Bereiche des RC-Modellsports zusammenbringen möchte.
Und die Vielfalt war definitiv vorhanden: Crawler, Scaler, Basher, Buggys, RC-Motorräder, Funktionsmodelle, Schiffe und Flugzeuge. Dazu kamen zahlreiche Clubs, Vereine, Händler und private Teilnehmer mit gefühlt einigen hundert Modellen.
Viel zu sehen und einiges zu erleben
Über das Gelände verteilt gab es einen großen Crawler-Parcours, einen kleineren Bereich für 1:18-Crawler, eine Bashing Area, eine kleine Offroad-Rennstrecke, einen Bereich für Mini-Basher sowie zwei getrennte Zugänge zum Wasser. Im Funktionsmodellbau waren vor allem zahlreiche Baumaschinen und LKW aktiv.
Auch verschiedene Challenges und Wettbewerbe gehörten zum Programm – vom Crawler-Zeitfahren über Rennen bis zu Drag Races. Schön fand ich außerdem das Publikumsvoting für besondere Modelle und die teilweise wirklich interessanten Preise, die dank verschiedener Sponsoren vergeben werden konnten.
Besonders positiv: Die Bereiche wurden auch tatsächlich genutzt. Gerade auf dem Crawler-Parcours herrschte zeitweise fast schon Stau.
Impressionen vom Modellsporttag 2026
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Eine Location mit viel Potenzial
Der Mossandl-Beach gefällt mir als neuer Veranstaltungsort richtig gut. Gerade die Kombination aus Gelände und Wasser eröffnet viele Möglichkeiten, die man bei anderen RC-Veranstaltungen schlicht nicht hat.
Etwas schade fand ich lediglich, dass die Gastronomie rund 500 Meter vom eigentlichen Veranstaltungsgelände entfernt liegt. Zum Essen ist der Weg kein Problem – Currywurst und Co. waren gut und preislich völlig in Ordnung. Eine Möglichkeit, direkt auf dem Gelände Getränke zu bekommen, wäre für zukünftige Veranstaltungen aber eine schöne Ergänzung.
Meine Erwartungen waren hoch
Ich war bei den vergangenen Modellsporttagen nicht dabei und hatte mir im Vorfeld mehrfach Videos der Veranstaltung von 2025 angesehen. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen.
Und da muss ich zugeben: In einigen Bereichen hatte ich mir dieses Jahr etwas mehr erhofft.
Die Bashing Area bestand beispielsweise im Wesentlichen aus einigen großen Rampen, die Mini-Bashing-Area bot noch wenig Abwechslung und auch aus der kleinen Offroad-Rennstrecke könnte man meiner Meinung nach mit Sprüngen, Waschbrett oder anderen Hindernissen noch einiges herausholen.
Das sind für mich allerdings weniger echte Kritikpunkte als vielmehr Möglichkeiten, die tolle neue Location zukünftig noch besser auszunutzen.
Beim Crawlen hätte ich mir mehr gewünscht
Am meisten Zeit habe ich natürlich bei den Crawlern verbracht. Der große Parcours hatte mit der riesigen Wippe, einer Seilbahn und einigen spektakulären erhöhten Passagen definitiv seine Highlights.
Für meinen persönlichen Geschmack war er stellenweise allerdings etwas zu sehr auf spektakuläre Hindernisse und weniger auf flüssiges, technisches Crawlen ausgelegt. Einige Übergänge und erhöhte Passagen empfand ich mit meinen Fahrzeugen als unnötig schwierig beziehungsweise etwas unglücklich zu fahren.
Gerade im Vergleich zu den Bildern und Videos von 2025 hatte ich mir hier etwas mehr Scale-Charakter mit Steinen, natürlichen Hindernissen und abwechslungsreichen technischen Passagen erhofft.
Aber das ist natürlich auch Geschmackssache – andere hatten auf dem Parcours offensichtlich jede Menge Spaß.
Fazit
Ursprünglich hatte ich geplant, beide Tage komplett auf dem Modellsporttag zu verbringen. Nach einem vollen Samstag hatte ich allerdings so viel gesehen, dass ich mir die zweite Anfahrt am Sonntag gespart habe.
Trotz meiner hohen Erwartungen hatte ich einen schönen Tag, habe unglaublich viele Modelle gesehen, interessante Gespräche geführt und natürlich jede Menge Videoaufnahmen mit nach Hause genommen.
Vor allem steckt in der neuen Location enormes Potenzial. Vielleicht wäre für zukünftige Veranstaltungen sogar „weniger ist mehr“ eine Überlegung wert: einzelne Bereiche noch stärker ausarbeiten und diese anschließend Schritt für Schritt erweitern.
Dabei darf man aber nicht vergessen, welcher organisatorische Aufwand bereits jetzt hinter einer solchen Veranstaltung steckt. Deshalb ein großes Dankeschön an den RCB e.V., die beteiligten Vereine, Clubs, Aussteller und natürlich alle Helfer und Teilnehmer, die so einen Modellsporttag überhaupt möglich machen.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Veranstaltung am Mossandl-Beach weiterentwickelt – und bestimmt schaue ich auch beim nächsten Mal wieder vorbei.